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Die Liebe und Wollust schien ihm das einzige zu sein,
Wodurch das Leben wahrhaft erwärmt und mit Wert erfüllt werden könne.
Unbekannt war ihm Ehrgeiz,
Bischof oder Bettler galt ihm gleich;
Auch Erwerb und Besitz vermochte ihn nicht zu fesseln,
Er verachtete sie, er hatte ihnen nie das kleinste Opfer gebracht
Und warf das Geld, das er zu manchen Zeiten reichlich verdiente,
Sorglos weg. Die Liebe der Frauen, das Spiel der Geschlechter,
Das stand ihm obenan, und der Kern seiner häufigen Neigung zu
Traurigkeit und Überdruß wuchs aus der Erfahrung von
Der Flüchtigkeit und Vergänglichkeit der Wollust.
Das rasche, flüchtige, entzückende Auflodern der Liebeslust,
Ihr kurzes sehnliches Brennen, ihr rasches Erlöschen
Dies schien ihm den Kern alles Erlebens zu enthalten,
Dies wurde ihm zum Bilde für alle Wonne und alles Leid des Lebens.
Jener Trauer und jenem Vergänglichkeitsschauer
Konnte er sich mit ebensolcher Hingabe überlassen wie der Liebe,
Und auch diese Schwermut war Liebe, auch sie war Wollust.
So wie die Liebeswonne im Augenblick ihrer höchsten,
Seligsten Spannung sicher ist, mit dem nächsten
Atemzug hinschwinden und wiederum sterben zu müssen,
So war auch die innigste Einsamkeit
Und Hingabe an die Schwermut sicher,
Plötzlich verschlungen zu werden vom Verlangen,
Von neuer Hingabe an die lichte Seite des Lebens.
Tod und Wollust waren eines.
Die Mutter des Lebens konnte man Liebe oder Lust nennen,
Man konnte sie auch Grab und Verwesung nennen.
Die Mutter war Eva, sie war die Quelle des Glücks
Und die Quelle des Todes,
Sie gebar ewig, tötete ewig, in ihr waren Liebe und Grausamkeit eins,
Und ihre Gewalt wurde ihm zum Gleichnis und heiligen Sinnbild,
Je länger er sie in sich trug.





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